Prof. Dr. Jürgen Tautz bezüglich der Handlungsanweisung

Prof. Dr. Jürgen Tautz bezüglich der Handlungsanweisung:

 

"Wie jeder Organismus ist auch die Honigbiene eingebettet in ein hochkomplexes Netzwerk, das sie mit anderen Lebewesen verbindet. In der Wahrnehmung der meisten Menschen wird die Beziehung der Bienen zu ihrer belebten Mitwelt reduziert auf ihre enge direkte Verbindung zu den Blütenpflanzen und auf die Bedrohung durch Krankheitserreger und Parasiten. Mehr zu wissen erscheint auf den ersten Blick auch unnötig für die Einschätzung der Bedeutung der Bienen für die Landwirtschaft und für imkerliches Grundwissen.

Hält man sich jedoch vor Augen, dass die natürliche Welt unserer Honigbienen der Wald und die natürliche Behausung in der Regel hohle Bäume sind, die selbst wiederum eigene kleine Ökosysteme bilden, wird schnell klar, dass es sich lohnt, sich mit der gesamten Vielfalt der Bienenbiologie auseinanderzusetzen. Ein Studium der Beziehungsvielfalt der Bienen zu anderen Lebewesen lohnt sich. Nicht nur, um akademisches Wissen zu vermehren, sondern auch für die Suche nach Aspekten, die für die praktische Bienenhaltung nützlich sein könnten.

Der Bücherskorpion ist ein wunderbares Beispiel für die (Wieder-) Entdeckung eines Bienennützlings, dem es durchaus gelingen kann, in der Bienenhaltung als Verbündeter im Kampf gegen die Varroa-Milbe und weitere ungern gesehene Mitbewohner in Bienenstöcken wirksam zu werden. Das vorliegende Buch stellt diese Facette umfassend vor und bietet eine ausgezeichnete Basis für alle, die sich für diesen hochspannenden Ansatz einer biologischen Schädlingsbekämpfung interessieren."

 

Prof. Dr. Jürgen Tautz, HOBOS-Team, Universität Würzburg