Neue Beuten für die Forschung von “Uwe Bodenschatz”

Für die weitere Forschung in den kommenden Jahren, hat Uwe Bodenschatz in kooperation mit Torben Schiffer Einraumbeuten aus Stroh modifiziert und für die Pseudoskorpione angepasst. Diese Beuten dürften nach all unseren Erkenntnissen der vergangenen Jahre, ein optimales Habitat für die Bücherskorpione bieten.

Das Bienenforschungsinstitut in Kirchhain wird die Feldforschung ab 2015 wissenschaftlich begleiten und unterstützen. Um verwertbare Ergebnisse zu erziehlen ist es notwendig, mit baugleichen Beuten zu arbeiten. Das Beenature-Project hat daraufhin zunächst 10 dieser Beuten in Auftrag gegeben.

Hier kommen einige Bilder vom Bau und Rohzustand der Beuten:                                                                                                                                                                                                                                        (Die gelbe Markierung im vierten Bild, zeigt die Lage des Fluglochs)

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Hier kommen einige Bilder zum Impfen der Beute, dabei wurde explizit darauf geachtet, dass auch eine Menge Kleinstreu (Kaff), in welchem sich eine Menge Kleinstlebewesen (Mikrofauna) befinden, mit in die Beute eingestreut wurden:

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Nach einer Lagerzeit von zwei Wochen wurden die Beuten von außen mit Kuhdung bestrichen:

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Die Kuhdungschicht muss unbedingt im Schatten trocken, da sie ansonsten rissig und brüchig wird und nicht mehr alle Stellen versiegelt. Nach dem Trocknen wurde dieser Prozess noch ein bis zwei Mal wiederholt. Daraufhin wurden Bienen und Bücherskorpione in die Beuten eingesetzt:

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7 Gedanken an “Neue Beuten für die Forschung von “Uwe Bodenschatz”

  1. Profilbild von MartinaMartina

    Hallo, bin neu,
    Ich hätte gern gewußt, welche Maße die Beuten haben, werden sie nach dem Kuhdung noch mit Holz eingefasst? Sonst ist die Feuchtigkeit doch bestimmt bei freistehenden Beuten bald überall? Oder geht man gezwungenermaßen zurück zum Bienenhaus? Welches Rähmchenmaß passt darein? Ist Honiggewinnung über Absperrgitter vorgesehen?
    Ist die Anleitung aus der beenature-projekt Website unter Gesuche 2 hierzu passend? oder nach euren Erfahrungen modifiziert? Kann mann normales Stroh nehmen oder muß man Garben ernten?
    Grüsse Tina

    1. Profilbild von AdministrationsgruppeAdministrationsgruppe Beitrag Autor

      Hallo Martina,

      entschuldige die späte Antwort, jedoch sind wir derzeit sehr beschäftigt.
      die Beutenmaße bzw. Baupläne werde ich bald hochladen. Wir werden noch einige Veränderungen vornehmen und die “Beenature-Beute” im Januar (genauestens beschrieben) vorstellen.
      Die Beute wird nicht weiter in Holz eingefasst und hat auch ein sehr ungewöhnliches Rähmchenmaß. All das wird aber noch einmal verändert, da wir die Beute im Hochformat geatalten werden.
      Das Hochformat hat den Vorteil, das die Bienen sich das “Dach” mit Honig füllen können. Wir vermuten, dass sich dieses positiv auf das gegenseitige Putzverhalten (Grooming) auswirken könnte, bei dem die Bienen den Milben selbst die Beine abbeißen und werden dieses mit untersuchen.
      Hierzu folgt in Kürze u.a. ein Video und eine Anleitung, wie jeder Imker das eigene Abwehrverhalten seiner Bienenvölker bestimmen kann.
      Ein weiterer Punkt ist, dass Wärme bekanntlich nach oben steigt und die Bienen im Hochformat somit ernergieschonender überwintern können.
      Zudem imitiert eine solche Bauweise eher ein natürliches Habitat wie “Baumstämme”. Noch in diesem Jahr, fahre ich zu Uwe Bodenschatz und wir werden die Beute im Hochformat gestalten und dann in
      Kleinserie für die Forschung bauen. Geplant ist eine wissenschaftliche Analyse des Wirkungsgrads von 150 Bücherskorpionen pro Beute. Wir werden zwanzig Beuten bauen und die Hälfte mit jeweils 150 BS versehen. Dann wird eine genaue Milbenbefallsanalyse über den Zeitraum des nächsten Bienenjahrs durchgeführt. Dr. Ralf Büchler vom Bienenforschungsinstitut Kirchhain hatte mir in einem Telefonat vermittelt, dass er Interesse hat, einen solchen Versuch zu begleiten. Im Moment richten wir allerdings das Labor ein – auch hierzu kommt zeitnah ein Bericht.
      Die Beuten sind im Hochformat auch einfacher vor Regen zu schützen, da sie nicht eine solch große Fläche einnehmen. Sie sind freistehend und werden ein entsprechendes Dach bekommen.

      Liebe Grüße
      Torben

      1. Profilbild von MartinaMartina

        Hallo Torben,
        vielen Dank für die Resonanz, bin ganz gespannt auf die Beuten. Möchte mir dann welche bauen. Und vielen Dank für die vielen Forschungen, ich finds einfach toll auf deine Erahrungen zurückgreifen zu können und hoffe, die Bieneninstitute geben bald ihre Skepsis auf und unterstützen mit. Die Bienen und wir können doch nichts verlieren dadurch, nur gewinnen.
        Gruß Martina

      2. Profilbild von Heinz KempfHeinz Kempf

        Hallo Torben,
        am 26.10.2015 habe ich an Dr. Büchler, Bieneninstitut Kirchhain, geschrieben, dass ich gehört habe, dass er mit PS Forschung betreibe.
        Darauf antwortete er am 04.11.2015:
        “Leider ist die Information falsch, dass bei uns entsprechende Forschungen laufen. Ich hatte lediglich kundgetan, dass ich den Einsatz von PS für durchaus interessant halte. Er wird sicher nicht das Varroaproblem lösen, aber es könnte ein weiterer Baustein in einem integrierten Behandlungskonzept sein.”
        MfG Heinz

        1. Profilbild von NadineNadine

          Hallo Heinz,

          wir sind in Kontakt mit Ralf Büchler, auch laufen gerade Gespräche mit Jürgen Tautz, dass er mit ins HOBOS Projekt einsteigt. Die E Mails kann ich Dir gerne weiterleiten, falls es für Dich von interesse ist. Ich denke im November war das noch nihct so spruchreif wie jetzt.

          Liebe Grüße

          Nadine

  2. Profilbild von Adolf WeberAdolf Weber

    Hallo, bin seit heute dabei.
    Ich habe ein Bienenhaus darin stehen 20 Zanderkästen mit hohem Unterboden und Varroagitter.
    Ich würde gerne im Unterboden eine Brut bzw. Aufenthaltsstätte für Pseudoskorpione einbauen.
    Hier legen auch die Wachsmotten ihre Eier ab , ich muss einmal die Woche den Unterboden unter
    dem Varroagitter reinigen. Wäre das eine Möglichkeit wenn ich hier am Rand umlaufend einen Spalt von 1-2 cm anlege und den mit geschnittenem Stroh oder Sägespäne ausfülle. Zum Varroagitter hin bliebe offen.
    Schönen Gruß und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Adolf,

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